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Change Management
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Was uns der Roman Der Leopard von 1958 über das Verhalten von Managern lehrt

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Das Paradox der Veränderung

Der Satz „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, muss sich alles ändern“ («Se vogliamo che tutto rimanga com'è, bisogna che tutto cambi») stammt aus dem Roman Der Leopard (Il Gattopardo) von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, der erstmals 1958 veröffentlicht wurde. Das Buch, das während der politischen Umwälzungen im Italien des 19. Jahrhunderts spielt, erkundet Themen wie Wandel, Tradition und Macht.

Diese ikonische Zeile, gesprochen von Tancredi, einem jungen Aristokraten, vermittelt eine universelle Wahrheit: Oberflächliche Anpassung verbirgt oft einen tieferen Widerstand gegen bedeutungsvollen Wandel. Es ist eine Lektion, die auch heute noch relevant ist, insbesondere in Arbeitsumgebungen, in denen einige Manager Veränderungen simulieren, um den Status quo aufrechtzuerhalten.

Wenn Veränderung nur zur Schau gestellt wird

Ein klassisches Beispiel für diese Dynamik in Organisationen ist die performative Reorganisation:

  • Angekündigte Veränderungen: Jobtitel oder Teamstrukturen werden neu geordnet, aber die tatsächlichen Rollen und Verantwortlichkeiten bleiben unverändert.
  • Symbolische Initiativen: Neue Strategien oder Technologien werden eingeführt, aber es fehlt an echter Umsetzung.
  • Token-Konsultation: Das Feedback der Mitarbeiter wird eingeholt, aber kritische Themen werden letztendlich ignoriert.

Diese Maßnahmen schaffen den Anschein von Fortschritt, verdecken jedoch einen zugrunde liegenden Widerstand gegen bedeutungsvollen Wandel.

Warum das wichtig ist

Oberflächliche Veränderungen schlagen oft fehl:

  1. Erosion des Vertrauens: Mitarbeiter erkennen schnell den Mangel an Substanz, was zu Misstrauen gegenüber der Führung führt.
  2. Verschwendete Ressourcen: Zeit, Mühe und Geld werden für Initiativen aufgewendet, die keine greifbaren Ergebnisse liefern.
  3. Kulturelle Stagnation: Echte Wachstumschancen werden verpasst, wodurch Organisationen schlecht auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet sind.

Das Paradox der Veränderung in Der Leopard (Il Gattopardo) warnt uns vor den Risiken oberflächlicher Anpassung. In Arbeitsumgebungen kann das Vortäuschen von Veränderungen, ohne die Kernprobleme anzugehen, den Status quo vorübergehend bewahren, aber langfristig Vertrauen und Engagement untergraben. Echter Fortschritt erfordert Mut, nicht den Anschein.

Was denken Sie?

  • Haben Sie schon Veränderungen erlebt, die nur bedeutungsvoll aussahen, aber nichts verändert haben?
  • Was durchbricht den Kreislauf des Scheinwandels in Organisationen?
  • Können Sie sich an eine Zeit erinnern, in der echter Wandel bewahrt hat, was am wichtigsten war?

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